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Bevorstehenden Ersatzverkehr RB35
Ab14.12.2025 ist es soweit. Für die Elektrifizierungsarbeiten wird die Strecke zwischen Stendal und Wolfsburg komplett gesperrt.
Das gesamte Konzept dahinter ist sehr fraglich.
- Fahrplan SEV RB35
- Stündliche Standardbusse [12m]
- Lediglich 2 Expressfahrten mit Gelenkbussen [18m]
Also jeder der regelmäßig mit dem RB35 fährt weiß, das diese Kapazitäten bodenlos und fernab jeglicher Realität sind. Auf meine Nachfrage bei der NASA hieß es, das aufgrund des Ersatzverkehrs die meisten Fahrgäste sich alternative Routen suchen würden.
Ist dies denn sicher? Ich denke nicht. Und was ist dann mit diesen Alternativen. Richtig! Diese werden noch voller als sie sowie schon sind.
2. Zuverlässigkeit
- Bereits des häufigeren kam es auf der RB35 zum SEV. Die Zuverlässigkeit gleicht einem Lottospiel. Kommt der Bus oder heute mal nicht.
- Ausfälle, Verspätungen und verpasste Anschlüsse sind Alltag auf den bisherigen SEV Fahrten.
3. Rollmaterial
- Welche Busse werden zum Einsatz kommen? Moderne Busse mit denen sich die extreme Fahrzeitverlängerung wenigstens einigermaßen entspannt verbringen lässt oder doch alte Busse die bei Standardbetrieben bereits aussortiert wurden?
Ich bin sehr gespannt was das werden soll.
Matthias Koch | 17.12.2025 19:10 Uhr
Der Niederflur Gelenkbus ist per LED Anzeige als Schienenersatzverkehr gekennzeichnet. Das Fahrziel ist per laminierten Zettel in der Frontscheibe gekennzeichnet. Der Fahrer kennt die Abfahrtszeit und die Haltestellen und ist auch bereit auf Fragen der Fahrgäste einzugehen. Die Fahrt selbst ist sehr gemächlich. Gefahren wird nie mehr als 60km/h. Trotzdem ist der Bus zu früh im Fahrplan und wartet etwa 10 Minuten an der SEV Haltestelle in Solpke, die aber (auch planmäßig vom Express)nicht bedient wird(Türen bleiben geschlossen). In Gardelegen, der erste planmäßige Halt, ist der Bus trotzdem noch 5 Minuten zu früh, wartet aber die planmäßige Abfahrtszeit 18:31 ab. Stendal Hbf wird pünktlich 19:10 erreicht.
Folgendes ergibt sich mir.
1. Muss der Fahrplan so viel Reserve für die Zwischenhalte haben? Kann hier nicht bei den Zwischenhalten deutlich knapper kalkuliert werden? Hier werden augenscheinlich sowieso keine Anschlüsse gewährleistet. Zu früh darf auf keinen Fall abgefahren werden, und falls doch mal ein paar Minuten Verspätung anfallen ist das nicht schlimm bei den Zwischenhalten.
2. Schneller fahren. Busse dürfen, wenn für jeden Reisenden ein Sitzplatz vorhanden ist, außerhalb geschlossener Ortschaften 80km/h fahren. 60km/h fühlt sich sehr langsam an.
3. Ausschilderung der Busse verbessern. Anstatt nur Schienenersatzverkehr anzuschreiben könnte man das Ziel angeben, hier Stendal Hbf.
4. Ansagen im Bus. Man sollte die Haltestellen Ansagen.
Damit lässt sich die Gesamtfahrzeit vermutlich um 20 Minuten senken. Wenn man viel Reserve im Fahrplan haben möchte, sollte man diese am Ende, also vor der Endhaltestelle einplanen und damit regelmäßig zu früh ankommen. Damit lässt sich die Tortur SEV etwas abmildern.
Matthias Koch | 15.12.2025 7:11 Uhr
Die Fernverkehrszüge fahren Stendal zum Glück noch an. Wenn die ausfallen oder die Strecke auch noch gesperrt wird, ist das der nächste Schlag in die Magengrube der Pendler. Klar, nicht im Einfluss des Landes Sachsen-Anhalt, aber zumindest etwas Druck sollte das Land da trotzdem ausüben.
norigo | 14.12.2025 15:06 Uhr
Was hier für den SEV der RB35 geplant ist, geht komplett an der Realität vorbei. Wer die Strecke regelmäßig nutzt, weiß genau, dass die angesetzten stündlichen Standardbusse mit 12 m vorne und hinten nicht ausreichen. Zwei einzelne Expressfahrten mit Gelenkbussen ändern daran überhaupt nichts. Das ist kein tragfähiges Konzept, sondern Schönrechnerei.
Die Aussage der NASA, dass sich „die meisten Fahrgäste alternative Routen suchen“, halte ich ebenfalls für sehr gewagt. Erstens ist das keineswegs sicher, und zweitens verschiebt man das Problem damit einfach nur. Die Alternativen sind jetzt schon überlastet – sie werden dadurch noch voller, unzuverlässiger und unattraktiver. Eine echte Entlastung ist das nicht.
Zur Zuverlässigkeit des SEV muss man leider sagen: Die Erfahrungen sprechen für sich. Auf der RB35 war der Ersatzverkehr schon in der Vergangenheit ein Glücksspiel. Busse fallen aus, kommen verspätet oder Anschlüsse werden reihenweise verpasst. Gerade am Wochenende, wenn ohnehin weniger Fahrten angeboten werden, ist das für Pendler und Gelegenheitsfahrer schlicht nicht hinnehmbar.
Ein weiterer Punkt, der bislang völlig offen bleibt, ist das eingesetzte Rollmaterial. Werden moderne, halbwegs komfortable Busse eingesetzt, die die massive Fahrzeitverlängerung wenigstens erträglich machen? Oder kommen wieder Fahrzeuge zum Einsatz, die im Regelbetrieb längst aussortiert sind? Auch dazu gibt es keinerlei transparente Informationen.
Besonders absurd ist die Situation in Gardelegen:
Der Bus hält dort nicht wie geplant am Bahnhof, sondern in der Innenstadt. Für Pendler aus dem Umland ist das eine Katastrophe, weil es dort keine Parkmöglichkeiten gibt. Wer also eigentlich am Bahnhof zusteigen würde, steht vor einem unlösbaren Problem. Solche Planungsfehler zeigen sehr deutlich, wie wenig praxisnah dieses Konzept ist.
Und dann stellt sich ganz konkret die Frage: Welche Alternativen gibt es überhaupt?
Zum Beispiel:
• Stendal → Salzwedel → von dort mit dem Landesbus weiter Richtung Wolfsburg?
Das ist zeitlich extrem unattraktiv, umständlich und ebenfalls nicht auf größere Fahrgastzahlen ausgelegt.
Unterm Strich bleibt der Eindruck, dass hier weder das Land noch die NASA ihrer Verantwortung gerecht werden. Wenn man eine Strecke über einen so langen Zeitraum komplett sperrt, dann muss der Ersatzverkehr leistungsfähig, zuverlässig und realistisch geplant sein – insbesondere am Wochenende. So wie es aktuell aussieht, ist das schlicht nicht der Fall. Hier besteht dringend Nachbesserungsbedarf.
norigo | 14.12.2025 15:06 Uhr
Was hier für den SEV der RB35 geplant ist, geht komplett an der Realität vorbei. Wer die Strecke regelmäßig nutzt, weiß genau, dass die angesetzten stündlichen Standardbusse mit 12 m vorne und hinten nicht ausreichen. Zwei einzelne Expressfahrten mit Gelenkbussen ändern daran überhaupt nichts. Das ist kein tragfähiges Konzept, sondern Schönrechnerei.
Die Aussage der NASA, dass sich „die meisten Fahrgäste alternative Routen suchen“, halte ich ebenfalls für sehr gewagt. Erstens ist das keineswegs sicher, und zweitens verschiebt man das Problem damit einfach nur. Die Alternativen sind jetzt schon überlastet – sie werden dadurch noch voller, unzuverlässiger und unattraktiver. Eine echte Entlastung ist das nicht.
Zur Zuverlässigkeit des SEV muss man leider sagen: Die Erfahrungen sprechen für sich. Auf der RB35 war der Ersatzverkehr schon in der Vergangenheit ein Glücksspiel. Busse fallen aus, kommen verspätet oder Anschlüsse werden reihenweise verpasst. Gerade am Wochenende, wenn ohnehin weniger Fahrten angeboten werden, ist das für Pendler und Gelegenheitsfahrer schlicht nicht hinnehmbar.
Ein weiterer Punkt, der bislang völlig offen bleibt, ist das eingesetzte Rollmaterial. Werden moderne, halbwegs komfortable Busse eingesetzt, die die massive Fahrzeitverlängerung wenigstens erträglich machen? Oder kommen wieder Fahrzeuge zum Einsatz, die im Regelbetrieb längst aussortiert sind? Auch dazu gibt es keinerlei transparente Informationen.
Besonders absurd ist die Situation in Gardelegen:
Der Bus hält dort nicht wie geplant am Bahnhof, sondern in der Innenstadt. Für Pendler aus dem Umland ist das eine Katastrophe, weil es dort keine Parkmöglichkeiten gibt. Wer also eigentlich am Bahnhof zusteigen würde, steht vor einem unlösbaren Problem. Solche Planungsfehler zeigen sehr deutlich, wie wenig praxisnah dieses Konzept ist.
Und dann stellt sich ganz konkret die Frage: Welche Alternativen gibt es überhaupt?
Zum Beispiel:
• Stendal → Salzwedel → von dort mit dem Landesbus weiter Richtung Wolfsburg?
Das ist zeitlich extrem unattraktiv, umständlich und ebenfalls nicht auf größere Fahrgastzahlen ausgelegt.
Unterm Strich bleibt der Eindruck, dass hier weder das Land noch die NASA ihrer Verantwortung gerecht werden. Wenn man eine Strecke über einen so langen Zeitraum komplett sperrt, dann muss der Ersatzverkehr leistungsfähig, zuverlässig und realistisch geplant sein – insbesondere am Wochenende. So wie es aktuell aussieht, ist das schlicht nicht der Fall. Hier besteht dringend Nachbesserungsbedarf.